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Schifffahrt verteuert ab 2015 das Fahren mit Diesel-PKW

28.02.2014

Neue Umweltregeln, die ab 2015 für die Schifffahrt auf Nord- und Ostsee gelten, sollen den Schadstoffausstoß in der Schifffahrt einschränken. Viele Fracht- Passagier- und Kreuzfahrtschiffe fahren bisher mit preisgünstigem Schweröl als Treibstoff und stoßen dabei enorme Mengen an Schwefel und Stickoxiden aus. Reedereien sind ab 2015 gezwungen auf anderen Treibstoff wie Schiffsdiesel umzusteigen oder müssen ihre Flotte auf teuere Entschwefelungsanlagen umrüsten. Da diese sogenannten Scrubber sehr teuer und noch nicht ausgereift sind, geht man davon aus, das die meisten Redereien Schiffsdiesel bunkern werden. Das bedeutet, dass im nächsten Jahr der europäische Markt für Dieselkraftstoff kräftig anziehen wird.

Nach einer Studie des Verbandes Concawe, einem Zusammenschluss europäischer Ölfirmen zu Umwelt- und Sicherheitsthemen, würden ab 2015 mehr als 13 Millionen Tonnen zusätzlich benötigt, was etwa einem Drittel des deutschen Marktes entspräche. Das könnte dazu führen, dass die Dieselpreise in Europa im nächsten Jahr kräftig ansteigen. Auswirkungen hat die neue Regelung auch für die Fahrer von Diesel-PKW, die ab nächstes Jahr deutlich mehr für ihren Treibstoff bezahlen müssten.

Zusätzliche Kosten für Diesel-PKW durch Euro 6 Norm

Wer jetzt plant sich einen Diesel-PKW zuzulegen, sollte sich die Anschaffung auch aus einem anderen Grund gut überlegen.

Ab 1. September 2014 müssen alle auf den Markt kommenden Automobile die Abgasnorm Euro6 erfüllen. Bei aktuellen Neufahrzeugen mit Euro 5 Benzinmotoren ist die Aufrüstung auf Euro 6 kein großes Problem, da die meisten Grenzwerte unverändert bleiben.Anders verhält es sich bei Dieselmotoren aus. Weil deren Stickoxidausstoß gemäß den neuen EU-Norm von 180mg auf 80mg pro km sinken muss, steigt der konstruktive Aufwand zur Abgasreinigung für die Automobilhersteller deutlich. Dies hat zur Folge, das die Preise für neue Diesel-PKW zwischen 1000-2000 Euro steigen könnten. Verschiedene Hersteller testen zudem die zusätzliche Einspritzung von Additiven auf der Basis von Harnstoff, um die Norm einzuhalten. Neben dem Mehrpreis für die aufwendigere Technik kommen dann noch Kosten für das Additiv hinzu.

Fahrer von Autogas- oder Erdgasfahrzeugen fahren hingegen seit Längerem deutlich umweltfreundlicher und sparen zudem Kosten, da Autogas und Erdgas deutlich günstiger sind als Diesel und Benzin. Dies wird auch noch längere Zeit so bleiben, denn die Bundesregierung erwägt die Verlängerung der Steuerbegünstigung für Auto- und Erdgas bis mindestens 2025.